Essen

Stimmen zum Jugendforum in Essen:

„Jugendpolitik ist total wichtig. Gerade bei Bürgerentscheiden finde ich daher, dass auch Leuten unter 16 Jahren erlaubt sein sollte, mit abzustimmen. Das sind oft Sachen, die die Jugendlichen selbst betreffen, da muss man doch mit entscheiden können.“
Marvin, 20

„Mein Thema heute war die Medienkompetenz. Schülerinnen und Schüler sollten einfach wieder Lernen lernen, weit weg von wikipedia und Co. Ob die Politikerinnen und Politiker das umsetzten werden? Ich hoffe es - sie sahen zumindest aus, als hätten sie es verstanden.“
Christina, 22

„Ich glaube unsere wichtigste Forderung heute war das Verbot der NPD. Ob das aber wirklich so klappt, weiß ich nicht.“
Matthias, 17

„Ich habe den Rechtsextremismus-Workshop mitgemacht. Zu dem Thema hatten wir zwar schon eine Projektwoche in der Schule, aber erst jetzt kann ich mir richtig was unter dem Problem vorstellen.“
Saskia, 17

„Ich nehme heute eine interessante Diskussion zur Inklusion mit. Ich meine: Inclusion means Revolution – wir brauchen einfach ein komplett neues Schulsystem, damit das Ganze funktioniert!“
Daniel, 21

Jugendforum Essen

„Alle über 30 sind heute einfach mal still – ihr habt das Wort“, erklärt Moderator Daniel Dimke den rund 70 Jugendlichen, die zum Essener Jugendforum in die Weststadthalle gekommen sind. Sein Wort ist Programm: Ob Veranstalter oder Politiker, keiner der Erwachsenen darf lange Herumreden. In Essen will man wirklich wissen, was die Jugendlichen zu sagen haben.
Das Besondere: Vor dem großen Zusammentreffen haben die Jugendlichen schon in 5 kleineren Foren in ihren jeweiligen Stadtteilen miteinander gearbeitet. Sie haben bereits Forderungen an die Essener Politik aufgestellt und arbeiten beim zentralen Jugendforum nur noch einmal das Wichtigste heraus. In diesen Workshops geht es vor allem um die Themen Rechtsextremismus, Inklusion, Umweltschutz, Integration und Duldung, sowie Medienkompetenz und Ehrenamt. Die Ergebnisse der Arbeit werden am Ende des Tages den geladenen Politikerinnen und Politikern übergeben.

Pause? Nein Danke

Doch wer Ergebnisse präsentieren möchte, der muss zuerst diskutieren. Eifrig finden sich die Jugendlichen in Gruppen zusammen und arbeiten an ihren Themen. „Eigentlich hatten wir ja zwischendurch eine Pause mit Kaffee und Kuchen geplant, aber die Kids waren so engagiert, die wollten gar nichts davon wissen“, wundert sich Veranstalter Philipp Hennen vom Arbeitskreis Jugend Essen (AKJ). Auch Kollegin Betty Fischer-Tauchmann ist begeistert von der Arbeit der Jugendlichen: „Ich hätte gar nicht damit gerechnet, dass sie hier so konzentriert arbeiten, einfach super!“
In den Workshops gehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ganz unterschiedlich an die Themen heran. Beim Thema Inklusion erzählen zwei Rollstuhlfahrer über ihre Erfahrungen mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln in Essen. Später wird rege über die Inklusionsversuche im deutschen Schulsystem diskutiert. Bei der Gruppe zu Ökologie und Umweltschutz dagegen ziert man sich etwas. Hier ist die Bastelknete auf den Tischen greifbarer als das Thema. Was macht Essen denn schon gutes für den Umweltschutz? Wo gibt es noch Schwachstellen? Die großen Probleme wie Massentierhaltung oder Müllberge sind allen bewusst, aber wenn es darum geht, was auf kommunaler Ebene getan werden kann, da gibt es noch Diskussionsbedarf.

Die Forderungen im Gepäck

Andere Gruppen wussten dagegen ganz genau, was sie wollten. Eine Klasse der Hauptschule an der Wächtlerstraße war gekommen, um die lang versprochenen Tore für ihr Soccer Field einzufordern. Der 16-jährige Maurice erklärt: „ Vor zwei Jahren haben wir mit dem Spielfeldbau begonnen. Jetzt haben wir einen schönen Platz, aber keiner kann drauf spielen, weil die Tore fehlen. Das ist nicht gut“. Als Bürgermeister Franz-Josef Britz von dem Problem hört, ist er gleich bereit zu helfen: „Ich finde den Verantwortlichen und dann kriegen wir das hin“, verspricht er noch live auf der Bühne. Auch NRW Ministerin Ute Schäfer nimmt sich den Forderungen der Jugendlichen an. Chic verpackt in einem roten Spielzeug-Arztkoffer trägt sie die Wünsche der Jugendlichen in ihr Büro und verspricht, sie würden dort nicht nur archiviert.

Bilder:

TERMIN JUGENDFORUM

30. November 2013

ORT

Weststadthalle Essen

Thea-Leymann-Str. 23
45127 Essen

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Veranstalter

Arbeitskreis Jugend Essen

II. Hagen 8
45127 Essen

Tel.: 0201-230820
E-Mail senden

Jugendamt Essen

I. Hagen 8
45127 Essen

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